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Balneo-Therapie

Saalux Schuppenlöser – UV-Phototherapie bei Psoriasis

Die Balneo-Therapie ist eine Badetherapie in Verbindung mit einer anschließenden UV-Behandlung. Sie wird als Solebad-Therapie oder als PUVA-Therapie von Medizinern empfohlen und in besonders ausgeprägten Formen der Neurodermitis, Vitiligo und Psoriasis angewendet.

PUVA-Therapie

Saalux UV-Kamm (UV A1-Kamm, 370 nm) zur Phototherapie von Saalmann medical
UV A1-Kamm zur Behandlung in Kombination mit einer PUVA-Therapie

Bei der PUVA-Therapie (Psoralen plus UVA) werden vor der UV-Behandlung mit einem UV A1-Kamm (370 nm) sogenannte Psorale – das sind Naturstoffe aus ätherischen Ölen verschiedener Pflanzen – oral als Medikament (systemische PUVA-Therapie) verabreicht, über eine Creme aufgetragen oder als eine Art Badezusatz (8-Methoxypsolaren-Lösung) dem Wasser beigefügt, in dem die zu behandelnden Stellen getaucht werden. Letztere Varianten werden als topische PUVA-Therapie bezeichnet. Welche PUVA-Therapieform in den einzelnen Fällen angewendet wird, sollte vorab mit einem Dermatologen geklärt werden. Psorale bewirken eine Photosensibilisierung der Haut gegenüber UV-Strahlung, was eine effektivere Therapie bewirken kann.

Solebad-Therapie

UV B-Kamm zur Behandlung in Kombination mit einer Solebad-Therapie
UV B-Kamm zur Behandlung in Kombination mit einer Solebad-Therapie

Bei der Solebad-Therapie wird eine Salzlösung dem Badewasser hinzugefügt. Diese bewirkt ähnliche Effekte, wie die PUVA-Therapie, wodurch die Haut Photosensibilisiert wird. Die zu behandelnden Stellen werden eine bestimmte Zeit in das Solebad getaucht und anschließend mit einem UV B-Kamm  (311 nm) behandelt. Durch diese Photosensibilisierung ist die Behandlung deutlich effektiver.

Risiken und Nebenwirkungen einer Balneo-Therapie

UV-Schutzbrille für die Zeit während und nach einer Balneo-Therapie
UV-Schutzbrille für die Zeit während und nach einer Balneo-Therapie

Eine Photosensibilisierung sollte jedoch mit Vorsicht und unter ärztlicher Absprache geschehen. Es bestehen Risiken und Nebenwirkungen, die den Nutzen oft überwiegen. Kurzfristig kann es zu schweren Verbrennungen, wie bei einem Sonnenbrand, kommen. Diese Verbrennungen zeigen sich oft erst Stunden nach der Behandlung. Langfristig kann sogar Hautkrebs durch die Therapie gefördert werden. Es ist vergleichbar mit einem starken Sonnenbrand, daher wird empfohlen, vorher eine Nutzen-Risiko-Analyse durchzuführen. Bei der systemischen PUVA-Therapie muss sogar nach Einnahme der Medikamente durchgehend eine UV-Schutzbrille getragen werden. Die Hände sowie das Gesicht müssen vor Sonnenstrahlen geschützt werden.